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Die GESCHICHTE DER SCHMUCKPERLEN

Perlen
unterschiedlichen Materials waren nach heutigem Wissen bereits 28.000 Jahre vor unserer Zeit als Tauschmittel im Einsatz. Darüber hinaus wurden Sie natürlich auch seit prähistorischen Zeiten als Schmuck und Statussymbol getragen. Perlen sind zum Auffädeln gelochte Kügelchen. Die ersten Perlen waren jedoch röhrenförmig, zylindrisch oder kleine, flache Scheiben. Sobald man in der Lage war, Kugeln zu gestalten, setzte sich diese Form endgültig durch.
Drei Epochen gelten als Blütezeiten der antiken Glasproduktion: Das Neue Reich in Ägypten (1400-1070 v. Chr.), das Römische Reich und der Islam im Mittelmeerraum (660-1400 n. Chr.).
Seit 2100 vor Chr. waren in Ägypten Glasperlen bekannt. Zunächst ein Luxus nur für den Pharao, verbreiten sie sich ab 1400 vor Chr. in größeren Mengen. "Römisches Glas" führten die Römer zwischen 100 vor bis 400 nach Chr. in allen Provinzen ein, mit Glasperlen handelte man bis Skandinavien, China, Korea, Mali und Äthiopien. Im ersten Jahrhundert nach Chr. wurde mehr Glas produziert als in den vorigen 1500 Jahren. Das Material war relativ preiswert und nicht länger für eine Elite reserviert; fortan konnte jeder Perlen tragen.
Glasperlen standen in der islamischen Welt zwischen 700 und 1400 in hoher Blüte. Ein reger Handel mit ihnen fand in dem großen Kulturraum zwischen Marokko und Indien statt. Als Seefahrer brachten Araber vom 10. bis 14. Jahrhundert Achate und Glasperlen an die afrikanische Ostküste, wo sie gegen Elfenbein getauscht wurden. Die Blüte der Glaskunst Vorderasiens endete 1401 mit der Eroberung durch die Mongolen.
Venetian Beads sind unter Kennern die hübschesten alten Glasperlen der Welt. Sie sind ungefähr zwischen 1850-1930 hergestellt worden und beherrschten den Weltmark. Die Glasperlen wurden für einen speziellen, wohlhabenden Kundenkreis hergestellt. Nur einige hervorragende Perlen-Hersteller, die teilweise schon in 20. Generation ihrem Handwerk nachgingen, beherrschten das komplizierte Handwerk. Die Art der Herstellung war Geheimsache.
Quelle: Historisches Museum im Marstall